Auslandsaufenthalt

Besuche eine Mittelschule und wohne bei einer Gastfamilie im Land deiner Träume. Jährlich reisen rund 300 Austauschschüler/innen aus der Schweiz in die weite Welt und fast genauso viele sind gleichzeitig bei uns zu Gast. Mehr Informationen auf www.afs.ch
Lonza ermöglicht jedes Jahr zwei Lernenden, ein solches Auslandsjahr und übernimmt einen Teil der Kosten.

 

Erlebnisbericht unseres Lernenden Jan Imstepf (Polymechaniker) – Auslandjahr in Kanada 2017/2018

Junge und Mädchen im Pool

 

 

 

Mein Name ist Jan Imstepf. Für die, welche mich noch nicht kennen, ich bin derjenige, der gerade einen Sprachaufenthalt in Kanada macht um mein Französisch zu verbessern. Wenn ich zurückkomme, werde ich wieder als Polymechaniker ins dritte Lehrjahr einsteigen. Bis dahin bleibe ich wie gesagt in Kanada.
Mein Abenteuer hat am 2. September 2017 begonnen, als ich von Zürich nach Brüssel geflogen bin.

Von Brüssel ging die Reise dann weiter nach Montreal, wo mein Abenteuer erst richtig begonnen hat, denn ich habe wegen meinem Studentenvisum und der kanadischen Passkontrolle meinen Anschlussflug nach Bathurst verpasst.

So musste ich schliesslich neun Stunden am Flughafen in Montreal warten, bevor der nächste Flug nach Bathurst abhob aber schliesslich bin ich dann doch am 3. September gegen 2 Uhr morgens bei meiner Gastfamilie angekommen.

Meine Gastfamilie besteht aus meiner Gastmutter Caroline und ihrem 9-jährigen Sohn Evan. Die beiden – und jetzt auch ich – wohnen in Campbellton, New Brunswick, einem kleinen „Dorf“ mit ca. 7‘000 Einwohnern (für kanadische Verhältnisse wirklich noch ein Dorf) an der Grenze zum französischsprachigen Quebec. Campbellton selber ist zweisprachig, etwa zu 60% Englisch und zu 40% Französisch. Schulen gibt es in beiden Sprachen, aber ich besuche hier die elfte Klasse an der französischen High School PRP.
           

      Schüler im Kostüm vor der Schule 

Im Vergleich zur Berufsmaturität und der Lehre in der Schweiz ist die Schule hier meistens relativ einfach und stellt kein grosses Problem dar. Die Schüler und die Lehrer nehmen alles viel lässiger als bei uns und sie haben teils sehr lustige Fächer. So gibt es ein Fach (auf Französisch heisst es charpenterie), in dem wir ein ganzes Gartenhaus bauen durften. Auch haben die Schulen hier immer wieder so spezielle Tage, an denen alle verkleidet zur Schule kommen, was auch ganz cool ist.  

Die meisten Schüler in der Schule sprechen Französisch und Englisch, also wechseln sie auch viel zwischen den beiden Sprachen hin und her. Das Französisch selber ist hier in Kanada am Anfang ein bisschen schwierig zu verstehen und ganz anders als das, welches man in der Schweiz oder in Frankreich spricht. Sie brauchen viele englische Wörter, aber gerade die Lehrer versteht man mit der Zeit doch ganz gut.

Da meine Gastmutter Mutter und Polizistin ist, hat sie meistens relativ viel zu tun und ist nicht besonders oft zu Hause. So verbringe ich viel Zeit mit Freunden. Einige dieser Freunde sind hier aus Kanada, aber es gibt an meiner Schule auch sechs andere Austauschstudenten aus aller Welt (Mexiko, Belgien, Finnland etc.). Mit ihnen gehe ich in der Freizeit viel ins Kino oder an den Hockeymatch, der hier jeden Freitag stattfindet. Auch Paintball haben wir schon gespielt und jetzt im Winter kann man in Campbellton auch Ski fahren.

Schneelandschaft        Zwar sind die Skipisten natürlich nicht so lang wie bei uns, aber ein Hügel hat eine Höhendifferenz von ca. 150 Metern, und da geht’s ganz gut. Vor allem meine Freunde, die normalerweise nicht Ski fahren, zu beobachten, ist witzig. Ausserdem gibt’s hier in Kanada auch noch grössere Skigebiete, von denen wir eines vor ein paar Tagen auch noch besucht haben.
In Campbellton selber ist das Wetter im Winter sehr kalt (so zwischen -10 und -20°C). Die Flüsse sind gefroren und alles ist weiss. Viele Leute gehen dann auf den Flüssen eisfischen und bauen richtige kleine Hütten mitten auf dem Eis.

Alles in allem gefällt mir der Austausch bis jetzt gut. Sicher gibt es auch Tage, an denen es besser laufen könnte, aber mein Französisch ist viel besser als am Anfang und auch mein Englisch konnte ich aufbessern. Einige Reiberein mit der Gastfamilie hat es zwischendurch schon gegeben, aber ich denke, das gehört dazu und ich konnte die Probleme eigentlich alle gut lösen. Ich bin froh hier zu sein und freue mich auf einen tollen und abenteuerlichen Rest meines Austauschs!

Liebe Grüsse aus Kanada, Jan Imstepf

 


Erlebnisbericht unseres Lernenden Jeiziner Jannik (ANAP 3. Lehrjahr) – Auslandjahr in Neuseeland 2016/2017

Als ich am 18. Juli 2016 mich auf den Weg nach Neuseeland gemacht habe, fühlte es sich an, als ob ich nur für einige Wochen meinen Alltag in der Schweiz hinter mir lasse. Dies änderte sich jedoch zügig, als ich meine Gastfamilie kennenlernte und meine Schule dort besichtigte. Die 10 Monate weit weg von meiner Familie und meinen Freunden war nicht immer einfach, aber mit der Zeit und mit Hilfe meiner Gastfamilie und Freunden, die ich in Neuseeland kennenlernen durfte, konnte ich das gut meistern. Das Wichtigste in solch einem Austauschjahr ist für mich, dass man bei der Einteilung der Gastfamilie Glück hat. In der Gastfamilie verbringt man die meiste Zeit und das sind die Menschen, welche dir zur Seite stehen.
Junge mit Gastfamilie
Junge vor Schule
Kaum angekommen ging es auch schon los mit der Schule. Die Schule war super um Englisch zu lernen und Freunde zu finden. Wenn man die Schulen in der Schweiz mit der Neuseeländischen vergleicht, gibt es einige Unterschiede. In Neuseeland ist eine Schuluniform obligatorisch und die Schule ist mit Sport verbunden. Sport, vor allem Rugby, hat in Neuseeland einen sehr hohen Stellenwert. Es gibt viele Schulmannschaften in verschiedenen Sportarten.

Die Wochenenden hatte ich oft mit Fischen oder mit Sport verbracht. Als die Sommerferien begannen, entschlossen einige Freunde und ich noch mehr von dem schönen Land zu erkunden. So haben wir uns auf den Weg gemacht und sind einige Wochen im Lande umhergereist.

Neuseeland ist ein sehr schönes Land mit beeindruckenden Landschaften und sehr freundlichen Menschen.